Aktualisiert am 15. Oktober 2026 · Von Mojo • 12 Minuten Lesezeit
Die Spannung ist ein umstrittenes, aber letztlich letztlich unentscheidendes Kriterium. Wir haben alle in diesem Artikel genannten Werte auf unserer eigenen Teststrecke gemessen, und das Ergebnis war eindeutig: Fahrer, die Reichweite und Gewicht berücksichtigten, wählten bessere Fahrräder als jene, die lediglich die Voltwerte verglichen.

Wichtigste Erkenntnisse
- Die Spannung bestimmt die elektrische Plattform und legt nicht die Geschwindigkeit fest, denn die Geschwindigkeit ergibt sich aus dem Zusammenspiel von Motordrehmoment, Reglerstrom, Getriebeübersetzung und Fahrzeuggewicht.
- Die Reichweite ergibt sich aus der gespeicherten Energie geteilt durch die Fahrweise. Daher beeinflussen Zuladung, Gelände und Temperatur den tatsächlichen Wert stärker als die Angaben im Datenblatt.
- Die Batterieenergie in Kilowattstunden ist die faire Vergleichsgröße, und unsere austauschbaren Akkus sind in 35-, 40- und 45-Ah-Versionen erhältlich.
- Unsere Werks-Testfahrer maßen 100 km/h gegenüber einem veröffentlichten Wert von 80 km/h, eine Teststrecke von bis zu 128 km und ein Leergewicht von 60 bis 70 kg gegenüber 100 bis 120 kg bei einem vergleichbaren benzinbetriebenen Geländemotorrad.
- Alle unten aufgeführten Leistungszahlen stammen von unseren eigenen Fahrern und unseren eigenen Prüfständen und sind keine unabhängigen Laborergebnisse.
Wer nach einem elektrischen Dirtbike sucht, stößt immer wieder auf die Behauptung, ein 72-V-Modell sei zwangsläufig schneller als ein 60-V-Modell. Diese Aussage ist falsch oder zumindest so unvollständig, dass sie bei der Kaufentscheidung keine Rolle spielt. Die Spannung gibt lediglich Auskunft über die Art des elektrischen Systems, das ein Bike tragen kann. Sie sagt aber nichts darüber aus, wie schnell das Bike fährt, welche Reichweite es hat oder wie es sich beim Beschleunigen an einem losen Anstieg anfühlt. Die Geschwindigkeit hängt von vier Faktoren ab: Motordrehmoment, Ladestrom, Übersetzung und Fahrzeuggewicht. Wir bauen diese Bikes selbst und unsere Werksfahrer testen sie jedes Mal auf derselben Teststrecke. So können wir Ihnen genau zeigen, wo die Realität liegt und wo die Marketingversprechen liegen.
Die meisten Online-Informationen zu Elektromotorrädern bestehen entweder aus technischen Daten oder Produktvergleichen, erklären aber kaum, wie die einzelnen Werte miteinander zusammenhängen. Genau diese Lücke führt dazu, dass Fahrer immer wieder fragen, ob 72 V besser sind als 60 V. Das ist die falsche Frage, und der Rest dieses Artikels befasst sich mit der richtigen. Außerdem zeigen wir auf, wo ein Benzinmotorrad nach wie vor die bessere Wahl ist, denn ein Ratgeber, der nur aufs Verkaufen abzielt, ist kein wirklicher Ratgeber.
Inhaltsverzeichnis
UmschaltenSpannung ist eine Plattform, keine Geschwindigkeitsangabe.
Die Spannung definiert die elektrische Plattform, auf der ein Konstrukteur aufbauen kann. Das bedeutet, sie setzt die Obergrenze für die Auswahl von Motor und Controller, nicht aber das tatsächliche Fahrgefühl. Ein System mit höherer Spannung ermöglicht höhere Motordrehzahlen, bevor der Controller an seine Leistungsgrenzen stößt, und liefert dieselbe Leistung bei geringerem Strom. Dadurch wird die Wärmeentwicklung in der Verkabelung und im Controller reduziert. Das sind echte technische Vorteile, die wir nicht leugnen wollen. Allerdings bestimmt keiner dieser Faktoren allein die Höchstgeschwindigkeit eines Fahrrads, denn diese hängt ebenso stark von der Übersetzung und dem Gewicht ab wie von der Elektrik. Anders ausgedrückt: Die Spannung erweitert die Möglichkeiten des Konstrukteurs, anstatt dem Fahrer die tatsächliche Leistung zu garantieren. Man kann aus denselben Teilen ein langsames 72-V-Fahrrad und ein schnelles 60-V-Fahrrad bauen, und beide erfüllen die angegebenen Spezifikationen.
Warum also stellen Marken die Spannung in jeder Überschrift und jeder Vergleichstabelle in den Vordergrund? Weil sie sich am einfachsten drucken lässt. Amperestunden benötigen einen Einschaltdauerwert, Drehmoment einen Messpunkt und Gewicht eine Gewichtsangabe. Spannung hingegen braucht außer einer Zahl und einem „V“ nichts weiter. Es ist eine einzelne, technisch klingende Zahl, die sich gut in eine Vergleichstabelle einfügt – genau deshalb taucht sie in so vielen Überschriften und so selten in Erklärungen auf. Beispielsweise können zwei Fahrräder beide mit 60 V gekennzeichnet sein, obwohl das eine einen kleinen Nabenmotor und das andere einen Mittelmotor mit 45-Ah-Akku und Untersetzungsgetriebe verwendet. Diese beiden Fahrräder werden sich auf demselben Trail völlig unterschiedlich anfühlen, doch die Kennzeichnung ist identisch.
Unsere eigene Modellreihe zeigt denselben Effekt innerhalb einer einzigen Plattform, denn E60 und E72 teilen sich Rahmenarchitektur und Akkuformat, fahren sich aber ganz unterschiedlich. Dieser Unterschied resultiert aus Getriebeübersetzung, Motorspezifikation und Akkuwahl und nicht aus einer höheren Spannung an sich. Als unser Team beide Maschinen direkt nacheinander auf derselben Strecke testete, fragten die Fahrer nicht mehr nach der Spannung, sondern nach Getriebe, Sitzposition und Gasannahme. Unserer Erfahrung nach ist das ein viel zielführenderes Gespräch, da es zu einer Maschine führt, die zum Gelände passt, anstatt zu einer Maschine, die zu einer bestimmten Marke passt. Betrachten Sie die Spannung daher als Ausgangspunkt einer Spezifikation und nicht als deren Ergebnis.
Wie die Reichweite tatsächlich berechnet wird
Die Reichweite hängt im Wesentlichen von einem einzigen Faktor ab: der im Akku gespeicherten Energie geteilt durch den Energieverbrauch. Die gespeicherte Energie ergibt sich aus Amperestunden multipliziert mit der Nennspannung. Ein 60-V-Akku mit 40 Ah speichert also vor Abzug von Verlusten etwa 2.400 Wattstunden nutzbare Energie. Ein Fahrer, der gemütlich auf ebener Strecke unterwegs ist, entlädt den Akku deutlich langsamer als jemand, der über die gleiche Zeit mit Vollgas unbefestigte Waldwege hinauffährt. Daher sagt eine einzelne Reichweitenangabe ohne Angabe des Fahrverhaltens so gut wie nichts über den eigenen Fahrstil aus. An diesem Punkt verlieren die meisten Datenblätter stillschweigend ihre Aussagekraft für den Käufer.
Die Zuladung ist genauso wichtig wie das Gelände, und sie ist die Variable, die nirgends erwähnt wird. Jedes zusätzliche Kilogramm am Fahrrad muss jeden Anstieg hinaufgetragen werden, daher verringert ein schwererer Fahrer oder voll beladene Packtaschen die Reichweite – ein Faktor, der in der Werbung nirgends auftaucht. Aus einem ähnlichen Grund spielt die Temperatur eine Rolle: Kalte Zellen halten ihre Spannung schlechter, und das Managementsystem reduziert den verfügbaren Strom, um sie zu schützen. Folglich fühlt sich ein Akku, der im Juli hervorragend funktioniert, an einem frostigen Januarmorgen spürbar schwächer an. Keine dieser Variablen ist ein Defekt, sondern beschreibt einfach das Verhalten von Akkus. Daher bedeutet eine realistische Reichweitenplanung, diese Faktoren bereits vor der Abfahrt zu berücksichtigen, nicht erst danach.
| Modell oder Messung | Pack | Nennbereich | Hinweise |
|---|---|---|---|
| E60 | 60V austauschbar | 115 km | Dauerhaft 30 bis 35 km/h |
| E72 | 72V austauschbar | 140 km | Dauerhaft 30 bis 35 km/h |
| Testschleife maximal | 60 V, 45 Ah | 128 km | Bestes Ergebnis, das unsere Testfahrer erzielt haben |
| Gemessene Höchstgeschwindigkeit | 60 V | 100 km/h | Die im Katalog angegebene Geschwindigkeit beträgt 80 km/h. |
Die beiden Katalogangaben beschreiben eine gleichmäßige Reichweite, unsere eigenen Tests ergaben jedoch einen anderen Spitzenwert. Unsere Werksfahrer erreichten auf der Teststrecke unter optimalen Bedingungen bis zu 128 km/h. Dieser Wert liegt über der E60-Angabe und unter der E72-Angabe. Es handelt sich dabei um ein Best-Szenario-Ergebnis, nicht um eine Garantie. Der Grund, warum dieses Ergebnis in diesem Artikel Erwähnung findet, ist, dass es die Schwankungsbreite zwischen einzelnen Fahrten verdeutlicht. Darüber hinaus geben wir bei jeder Veröffentlichung einer Zahl die jeweiligen Bedingungen an, damit Sie die Ergebnisse mit Ihren eigenen Fahrleistungen vergleichen können und nicht mit den Angaben auf der Verkaufsseite. Alle hier angegebenen Reichweiten- und Geschwindigkeitsangaben wurden von unseren eigenen Werksfahrern und nicht von einem unabhängigen Labor ermittelt.
21700 vs. 18650: Was ändert sich durch das Zellformat?
Das Zellformat bestimmt, wie viele Einzelzellen für eine bestimmte Energiedichte benötigt werden und somit auch die Größe und das Gewicht des fertigen Akkus. Eine 21700-Zelle misst 21 mm im Durchmesser und 70 mm in der Länge, während eine 18650-Zelle 18 mm im Durchmesser und 65 mm in der Länge misst. Der Volumenunterschied mag auf den ersten Blick gering erscheinen, doch eine breitere und höhere Zelle fasst mehr aktives Material. Daher speichert jede 21700-Zelle mehr Energie als eine einzelne 18650-Zelle. Um die gleiche Gesamtkapazität zu erreichen, benötigt ein aus 21700-Zellen bestehender Akku weniger Zellen. Dies bedeutet weniger Verbindungen, weniger Schweißarbeiten im Werk und ein kleineres Gehäuse für die gleiche gespeicherte Energiemenge.
Unsere 60V-Plattform verwendet aus genau diesem Grund Samsung 21700-Zellen. Weniger Zellen bei gleicher Kapazität bedeuten einen geringeren Innenwiderstand, einen kürzeren Stromweg und einen Akku, der in den Rahmen passt, ohne dem Fahrer Platz wegzunehmen. Das 18650-Format ist nach wie vor die gängigste Wahl auf dem Markt, da es seit vielen Jahren in großen Mengen produziert wird und daher günstig und in großen Mengen verfügbar ist. Das ist ein legitimer technischer Standard, und wir sehen darin keinen Fehler bei anderen Geräten. Im Grunde lösen beide Formate dasselbe Problem mit unterschiedlichen Prioritäten, und die richtige Wahl hängt davon ab, ob Sie ein kleineres Akkuvolumen oder niedrigere Kosten pro Einheit bevorzugen.
Eine Angabe zur Akkulaufzeit in Jahren oder Ladezyklen können wir Ihnen nicht machen, da uns keine verifizierten Werte vorliegen und eine solche Angabe zu erfinden, kontraproduktiver wäre als sie ganz wegzulassen. Daher behandeln wir den Akku als austauschbares Bauteil, so wie die Plattform von Anfang an konzipiert wurde.
Drehmoment und Gewicht: Wo Elektromobilität klar die Nase vorn hat
Ein Elektromotor liefert sein maximales Drehmoment ab null Umdrehungen pro Minute. Der Durchzug setzt also sofort ein, sobald man Gas gibt. Dieses Verhalten verändert die Herangehensweise an technische Anstiege. Ein Benzinmotor hingegen muss erst hochdrehen, bevor er sein maximales Drehmoment erreicht. Deshalb fühlt sich ein kleiner Viertakter träge an, bis die Kupplung getreten ist und die Drehzahl steigt. Der Unterschied liegt aber nicht nur in der Reaktionszeit. Auch das Mitnehmen von Schwung in einen Anstieg oder das Schleifenlassen der Kupplung, um im optimalen Drehzahlbereich zu bleiben, entfällt. Man gibt einfach Gas, und das Motorrad zieht sofort los, egal wo es gerade steht. Unsere E60 liefert ein Nenndrehmoment von 350 Nm am Hinterrad – der Wert, der für den Fahrer entscheidend ist, da er dort gemessen wird, wo der Reifen den Boden berührt.
Das Gewicht ist der zweite Vorteil, und unserer Meinung nach der am meisten unterschätzte in dieser Kategorie. Unsere E-Bikes wiegen zwischen 60 und 70 kg, während ein vergleichbares Benzin-Trailbike 100 bis 120 kg wiegt. Dieser Unterschied von etwa 30 bis 60 kg macht sich im Alltag bemerkbar, nicht auf der Rennstrecke. Stellen Sie sich ein liegengebliebenes Motorrad an einem Hang vor: 65 kg wieder auf die Räder zu stellen, ist eine Aufgabe, die eine müde Person bewältigen kann, während 115 kg zu einer Anstrengung führen, die in Erschöpfung oder gar einer Verletzung endet. Ebenso wird das Verladen eines solchen Motorrads auf eine Ladefläche oder einen Transporter zur Aufgabe einer Einzelperson statt zu zweit, und das verändert die Häufigkeit der Fahrten.
Der Rahmen erklärt einen Teil des Gewichtsunterschieds, und die Materialwahl ist aus einem zweiten, selten erwähnten Grund wichtig. Wir fertigen einen einteiligen Aluminiumrahmen, der unter einer 6.000-Tonnen-Schmiedepresse geformt wird. Dadurch entfallen die Schweißnähte und Verbindungen, die ein geschmiedeter Rahmen für die Stabilität benötigt. Aluminium verformt sich bei einem starken Aufprall und federt dann zurück, während Stahl sich biegt und an der Aufprallstelle verbogen bleibt. Daher bleibt ein Aluminiumrahmen nach einem Aufprall, der einen Stahlrahmen dauerhaft verziehen würde, oft noch so gerade, dass er fahrbar ist. Anders ausgedrückt: Der geschmiedete Rahmen ist nicht nur leichter, sondern übersteht auch die Art von Stürzen, die beim Offroad-Fahren häufig vorkommen, deutlich besser.
Trotzdem ist ein leichtes Fahrrad nicht automatisch ein Anfängerfahrrad, denn der Fahrer muss weiterhin die Arbeit leisten und das Gelände bestimmt den Schwierigkeitsgrad. Gewicht ist vor allem dann von Vorteil, wenn der Untergrund schwierig ist oder der Fahrer müde ist – genau diese beiden Momente entscheiden darüber, ob eine lange Tour gut oder schlecht verläuft.
Akkus und Aufladen: Wechseln statt Warten
Ein austauschbarer Akku verändert den Ablauf eines Fahrtages viel mehr als ein Schnellladegerät. Das vollständige Aufladen dauert je nach Akku und verfügbarer Stromversorgung 3 bis 6 Stunden. Das ist zwar für ein Fahrzeug geeignet, das über Nacht im Schuppen steht, aber nicht für eines, das mitten am Nachmittag am Trail-Einstieg steht. Mit einem zweiten Akku, den man in wenigen Minuten austauschen kann, wird die Wartezeit zu einer kurzen Pause. Unsere Akkus sind mit 35, 40 und 45 Ah erhältlich, sodass Sie die Kapazität an die Dauer Ihrer typischen Session anpassen können und nicht für Energie bezahlen, die Sie während der Fahrt gar nicht verbrauchen.
Überlegen Sie sich vor der Wahl der Akkukapazität Ihr eigenes Fahrverhalten, denn die optimale Lösung hängt ganz davon ab. Ein Fahrer, der zweistündige Sessions auf seiner Heimstrecke absolviert, benötigt einen Akku und eine Ladung über Nacht. Ein größerer Akku würde nur zusätzliches Gewicht und Kosten pro Runde verursachen. Ein Fahrer hingegen, der einen ganzen Tag in einem Trailcenter verbringt oder sich ein Fahrrad mit zwei Personen teilt, profitiert deutlich mehr von einem zweiten Akku als von jeder anderen verfügbaren Option. Insbesondere die mittlere Kapazität von 40 Ah deckt die meisten Freizeitnutzungen ohne große Kompromisse ab. Deshalb bieten wir drei verschiedene Kapazitäten an, anstatt nur eine feste. Unsere Tests haben gezeigt, dass die Wahl des Akkus die Zufriedenheit der Fahrer stärker beeinflusst als jede andere einzelne Spezifikation.
Was wir nicht tun werden, ist, die Ladezeit in eine Entfernung umzurechnen, denn jeder, der verspricht, dass eine bestimmte Anzahl von Minuten Ladezeit einer bestimmten Anzahl von Kilometern entspricht, hat den Arbeitszyklus, das Gelände und die Nutzlast bei seiner Berechnung außer Acht gelassen.
Was Elektrizität nicht löst
Drei Situationen sprechen nach wie vor für ein benzinbetriebenes Fahrzeug, und das Gegenteil zu behaupten, wäre Geld- und Zeitverschwendung. Erstens: eine lange, durchgehende Fahrt, denn ein Akku liefert nur so viel Energie, wie man hineinlädt, und die Ladezeit muss irgendwo eingeplant werden. Zweitens: abgelegene Gebiete ohne jegliche Stromversorgung, wo Reichweitenangst kein Gefühl mehr ist, sondern ein einfaches logistisches Problem darstellt. Drittens: eine lange Reise quer durchs Land, die auf Tankstelleninfrastruktur angewiesen ist – wofür elektrische Dirtbikes schlichtweg nicht ausgelegt sind. Ein Fahrer hingegen, der sich in der Nähe seines Wohnorts und einer Steckdose aufhält, wird keine dieser drei Bedingungen erfüllen müssen. Das Argument für ein benzinbetriebenes Fahrzeug trifft daher nur auf bestimmte Arten von Fahrten zu.
Es gibt einen Sicherheitsaspekt, der für beide Fahrzeugtypen gilt und wichtiger ist als jede technische Spezifikation. Die US-amerikanische Kommission für Produktsicherheit (CPSC) warnt Fahrer davor, auf befestigten öffentlichen Straßen zu fahren, da Geländefahrzeuge nicht für diesen Untergrund ausgelegt sind und im Straßenverkehr instabil oder schwer zu erkennen sein können (CPSC, 2026). Dieselbe Behörde empfiehlt für jüngere Fahrer altersgerechte Fahrzeuge und das Tragen von Helmen und Schutzausrüstung. Diese Regeln gelten auch dann, wenn ein Fahrrad leise ist; ein leises Fahrrad kann sogar schwerer von anderen Nutzern des Weges wahrgenommen werden. Fahren Sie daher defensiv und gehen Sie davon aus, dass Sie niemand kommen gehört hat, bis Sie gesehen werden können.
Ehrlichkeit bezüglich der Grenzen ist Teil unserer Testmethoden. Deshalb berichten unsere Fahrer auch über Fälle, in denen ein Benzinmotorrad die bessere Wahl gewesen wäre. Uns ist es lieber, Sie kaufen das passende Motorrad woanders, als das falsche bei uns.
Häufig gestellte Fragen
Wie weit kann ein elektrisches Dirtbike fahren?
Unsere Werksfahrer erzielten auf unserer Teststrecke Reichweiten von bis zu 128 km. Die Katalogangaben lauten 115 km für den E60 und 140 km für den E72 bei einer konstanten Reisegeschwindigkeit von 30 bis 35 km/h (BSE Motor, 2026). Ihre tatsächliche Reichweite hängt von Zuladung, Gelände, Temperatur und Fahrweise ab. Betrachten Sie diese Werte daher eher als Richtwerte denn als Garantie. Ein schwererer Fahrer wird auf losem Untergrund bei Kälte eine geringere Reichweite erzielen als ein leichterer Fahrer auf flachen Strecken.
Sind 72 V besser als 60 V?
Keine der beiden Spannungen ist prinzipiell besser, da die Spannung eher die Plattform als die Leistung bestimmt. Ein 72-V-System kann einen Motor bei gleicher Leistung höher drehen lassen und dabei kühler laufen, während ein 60-V-System dennoch schneller sein kann, wenn es mehr Strom durch den Controller leitet und eine kürzere Übersetzung verwendet. Vergleichen Sie daher die Fahrräder selbst und nicht die Angaben auf der Verpackung. Prüfen Sie vor Ihrer Entscheidung die Motordaten, den Controllerstrom, die Übersetzung, die Akkukapazität und das Leergewicht.
Wie lange hält der Akku?
Wir geben keine Lebensdauer in Jahren oder Ladezyklen an, da uns keine verifizierten Daten vorliegen und eine willkürliche Angabe irreführend wäre. Planen Sie stattdessen mit austauschbaren Akkus und betrachten Sie die Kapazität als Verschleißteil, das Sie ersetzen können. Setzen Sie den Akku keiner dauerhaften direkten Sonneneinstrahlung aus und vermeiden Sie es, ihn monatelang voll geladen zu lagern. So erhalten Sie eine realistische Nutzungsdauer, ohne sich auf eine Zahl verlassen zu müssen, für die niemand bürgen kann.
Kann man die Batterie austauschen?
Ja, und der Austausch dauert nur wenige Minuten und erfordert kein zusätzliches Werkzeug. Unsere Akkus sind in den Kapazitäten 35, 40 und 45 Ah erhältlich. Mit einem Ersatzakku verdoppelt sich Ihre verfügbare Energie für den Tag. Auf langen Touren ist das deutlich wichtiger als eine geringfügig schnellere Ladezeit. Deshalb haben wir die Plattform von vornherein mit einem herausnehmbaren Akku konzipiert.
Ist Elektrotechnik für Anfänger geeignet?
Das ist oft der Fall, da weder Kupplung noch Getriebe koordiniert werden müssen. So kann sich ein Fahranfänger auf Balance und Gaskontrolle konzentrieren, anstatt auf das richtige Timing. Dennoch sollte man das sofortige Drehmoment nicht unterschätzen, und ein leichtes Motorrad, das aus dem Stand kräftig beschleunigt, kann jemanden, der noch nie zuvor gefahren ist, durchaus überraschen. Überprüfen Sie die Sitzhöhe, üben Sie auf leichtem Untergrund und nutzen Sie die verfügbaren Fahrmodi mit geringer Leistung, bis sich die Bedienung intuitiv anfühlt.
Abschluss
Drei Ideen sind empfehlenswert, und alle drei lassen sich kostenlos umsetzen. Die Spannung ist eher eine Frage der Plattform als der Geschwindigkeit, daher sollte sie zuletzt berücksichtigt werden. Die Reichweite ergibt sich aus der gespeicherten Energie geteilt durch die Fahrintensität; daher ist der Einschaltdauerzyklus genauso wichtig wie der Akku. Das Gewicht ist der Vorteil, den Fahrer am häufigsten spüren, denn ein 60 bis 70 kg schweres Gerät ist leichter anzuheben, zu verladen und zu handhaben als ein 100 bis 120 kg schweres.
Ihre nächsten Schritte:
- Notieren Sie sich die Dauer Ihrer üblichen Sitzung, bevor Sie irgendwelche Spezifikationen vergleichen.
- Vergleichen Sie zuerst die Kilowattstunden und die Leermasse, dann schauen Sie sich das Spannungsetikett an.
- Überlegen Sie, ob Ihnen eine zweite Packung besser passt als eine größere.
- Überprüfen Sie die Sitzhöhe und testen Sie das Fahrrad auf dem Untergrund, auf dem Sie tatsächlich fahren.
Weiterlernen
- Zusammenhang zwischen Motorleistung und SpannungWatt, Volt und Ampere gemeinsam erklärt.
- Die Wahl des ersten Dirtbikes als ErwachsenerSitzhöhe, Leistung und was man ignorieren kann.
- Wie sich elektrische ATVs von benzinbetriebenen ATVs unterscheidenDie gleichen Kompromisse auf vier Rädern.
- Stöbern Sie in unserem Angebot an elektrischen Dirtbikes.60V- und 72V-Plattformen mit austauschbaren Akkus.
- Sehen Sie sich das gesamte Dirtbike-Sortiment anAlle Modelle, die wir aktuell bauen.
- Sehen Sie sich die ATV-Palette anFür Fahrer, die vier Räder wollen.
Technische Daten der in diesem Leitfaden beschriebenen Modelle
Die folgenden Angaben stammen aus unserer eigenen Produktdokumentation (BSE Motor, 2026).
BSE PH12A — 150cc Enduro
- Sitzhöhe 860 mm
- Leergewicht 89 kg
- Bodenfreiheit 300 mm
- 7,5 kW bei 8.500 U/min, fünf Gänge
BSE PH12B — 250cc Enduro
- Sitzhöhe 880 mm
- Leergewicht 103 kg
- Bodenfreiheit 330 mm
- 12 kW bei 7.500 U/min, fünf Gänge
Entdecken Sie das Elektroangebot von BSE Motor
Austauschbare 60V- und 72V-Akkus, geschmiedete Aluminiumrahmen und jedes Gerät wird vor dem Versand auf dem Prüfstand getestet.
Elektrische Dirtbikes ansehen →Referenzen
- US-Kommission für Produktsicherheit. Sicherheit von GeländefahrzeugenAbgerufen im September 2026.
- US-Kommission für Produktsicherheit. ATV-SicherheitsinformationszentrumAbgerufen im September 2026 (CPSC, 2026).
Alle in diesem Artikel genannten Leistungsdaten wurden von unseren eigenen Werksfahrern und auf unserem eigenen Prüfstand ermittelt und stellen daher keine unabhängigen Laborergebnisse dar (BSE Motor, 2026). Dieser Artikel wurde von Mojo verfasst und von unserem Ingenieurteam geprüft. Weitere Informationen über uns finden Sie auf unserer Website. Bei Fragen zu einem bestimmten Modell können Sie sich gerne an unser Team wenden.